SUV rast durch die Krumme Straße.

Wieder ohne AnkĂŒndigung oder Absprache mit den Menschen im Kiez: der grĂŒne Stadtrat Schruoffeneger beendet die Verkehrsberuhigung am Karl-August-Platz, weil ein einziger Autoterrorist das will.

Viele im Karl-August-Kiez haben es bereits mitbekommen: der Bezirksstadtrat der GrĂŒnen, Oliver Schuoffenegger, hat die von der alten Kiezinitiative erkĂ€mpfte Verkehrsberuhigung aufgehoben.

Vor einigen Tagen bereits wurden die Sperren entfernt und die Verkehrszeichen abgebaut: die beiden Sackgassen der Krumme Straße zwischen Pestalozzi- und Goethestraße sind aufgehoben worden. Wie bei Schruofeneger ĂŒblich, wird die Bevölkerung nicht informiert, geschweige denn die Eltern gewarnt, dass fĂŒr ihre Kinder eine neue Gefahr entsteht. Auch die Kiez-Initiative wurde nicht informiert.

Sein BĂŒro hat erst auf Anfrage mitgeteilt, dass die Aufhebung auf die bloße Einreichung einer Anwohnerklage zurĂŒckgeht, die das Bezirksamt nicht verlieren wolle. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: obwohl Tausende Menschen im Kiez eine Verkehrsberuhigung wollen, macht ein grĂŒner Stadtrat einen Kniefall vor einer einzigen Autofahrer-Klage. Wie feige und ungrĂŒn ist das denn? Das ist auch wider den Koalitionsvertrag in Bund und Land zur Verkehrswende.

Jetzt ist es wieder an der Zeit, sich verkehrspolitisch zu engagieren. Insbesondere die Anwohnenden der Krumme Straße sind nicht begeistert, weil der AutolĂ€rm zurĂŒckgekehrt ist. Die Sackgassen hatten auch die Durchschnittsgeschwindigkeit insbesondere auf der Krumme Straße gesenkt; nicht viel aber immerhin. Beim nĂ€chsten Treffen der demokratischen Kiez-Initiative werden wir ĂŒber das Thema natĂŒrlich diskutieren. Alle sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen!

Am 1. Mai 2021 wurde die Verbindung zwischen Karl-August-Platz und dem Gehweg der Krumme Straße auf Anregung der damaligen Kiez-Initiative hergestellt und mit dem Kunstprojekt der HochbeetbĂ€nke begleitet. Es war der „Pocket Place“ geboren, der den gesamten heißen Sommer von Menschen aus dem Kiez und der ganzen Stadt dankend angenommen und vielfĂ€ltig genutzt wurde. Menschen, die sich sonst nie kennengelernt hĂ€tten, kamen miteinander ins GesprĂ€ch, diskutierten und genossen gemeinsam ein SpĂ€ti-Bierchen.

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