7 Fahrzeuge versperren den Popup-Radweg auf der Kantstraße komplett.

Popup-Radweg Kantstraße Ecke Kaiser-Friedrich zugeparkt

Die noch relativ neuen Radwege in den Kant-Kiezen Karl-August-Platz, Amtsgericht und Savignyplatz: regelmäßig sind sie zugeparkt, wie wir zum Beispiel am 28. Mai 2022 erleben durften. Sieben Fahrzeuge standen hinter- und nebeneinander auf dem Radstreifen, und das, obwohl der Abschnitt an dieser Stelle auch noch mit Baustellenbaken abgegrenzt ist. Der Radweg war nicht mehr nutzbar. Ein Wechsel auf die Kraftfahrzeugspur war für die Radfahrenden sehr gefährlich, weil Autos an der Stelle zeitgleich sogar zwei Spuren nach rechts wechseln, wenn sie abbiegen wollen; sowie um eine Spur, wenn sie geradeaus wollten. Die parkenden Fahrzeuge stellten also eindeutig gefährliche Hindernisse dar, die sofort hätten entfernt werden müssen. Ein Anruf bei der Polizei hatte zwar die Zusage einer Streife geliefert – allerdings ist die Polizei innerhalb von 45 Minuten nicht erschienen. Es waren zwar mehrere Streifenwagen ohne Blaulicht vorbeigefahren, aber die hatten wohl andere Einsätze.

Ein weiterer Anruf nach dieser Wartezeit ergab dann die Auskunft, es seien keine Streifenwagen verfügbar. Statt dessen hat es sprachlich höchst übergriffige Atacken von jungen Männern aus einer nahegelegenen Shisha-Bar auf die Redakteure gegeben, die trotz unserer Hinweise auf Persönlichkeitsrechte Filmaufnahmen von uns gemacht hatten.

Natürlich kann es vielleicht sein, dass die Polizei ausgerechnet in dieser Nacht so überlastet gewesen ist, dass die Einsatzleitung andere Einsätze bevorzugt – das können Zivilisten sicher nicht beurteilen. Dann darf ein solcher Einsatzausfall aber in Zukunft nicht wieder vorkommen: hier muss die Politik handeln und mehr Stellen einrichten. In einem zivilisierten Land, in dem mehrere Polizisten zur Verfügung stehen, um religiöse Einrichtungen rund um die Uhr zu bewachen, wie in der Fasanenstraße, muss es gewährleistet sein, dass Gefahrensituationen auf Hauptstraßen zumindest unverzüglich begutachtet werden. Sonst entsteht noch der Eindruck, die Polizei behandelt die Vergehen der Autofahrer nicht.

Und wie lief es mit den Falschparkern in der Kantstraße Ecke Krumme Straße?

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